
Jüdisches Tavira — eine verborgene Geschichte
Von Flemming Berthelsen
Jahrhundertelang prägte eine jüdische Gemeinde aus Ärzten, Goldschmieden, Kaufleuten und Notaren das Leben Taviras — bis das königliche Edikt von 1496 alle zwang, sich taufen zu lassen oder das Land zu verlassen. Diese Erzählung folgt ihren Spuren an vier Orten der Altstadt: dem Platz, auf dem ihre Geschichte heute ausgestellt ist, der Mauerstadt mit der mittelalterlichen Judiaria, dem Kloster über dem vermutlichen Ort ihrer Synagoge und dem Fluss, der die Verfolgten einem neuen Leben in der Ferne entgegentrug. Auf der Karte finden Sie außerdem das Feld westlich der Altstadt, wo 1979 ein Spaten ihren Begräbnisplatz wieder zum Vorschein brachte.