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Estação Elevatória (Wasserpumpstation)

Estação Elevatória (Wasserpumpstation) - Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons 1/2
©Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons (2017)
Estação Elevatória (Wasserpumpstation) - <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:El_Pantera" class="mw-redirect" title="User:El Pantera">El Pantera</a> 2/2
©El Pantera (2021)
Estação Elevatória (Wasserpumpstation)
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Einleitung

Unter dem kleinen Betongebäude am Largo Gonçalo Velho liegt Taviras älteste öffentliche Quelle, die Fonte da Praça, schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Anfang der 1930er Jahre baute die Stadtverwaltung das Pumpwerk über ihrer Wasserader: zwei Brunnen, zwei Motorpumpen und ein Reservoir, von dem aus das Wasser zum Wasserturm auf dem Alto de Santa Maria hinaufgepresst wurde. Das ganze Werk war 1932 fertig. 1982 sollte das Gebäude abgerissen werden. Das wurde es nicht, und heute ist es ein kleines Museum über das Wasser der Stadt, mit den beiden Motoren im Maschinensaal. Die Geschichte ist interessanter, als das Gebäude vermuten lässt: Wasserträger, Typhus und eine Volksabstimmung.

Research

Historische Höhepunkte

Die Quelle unter dem Haus

Die Fonte da Praça nutzt einen Grundwasserspiegel, der vom Alto de Santa Maria am Palácio da Galeria vorbei den Hang hinunterläuft. 1726 hatte die Quelle warmes Wasser und vier Ausläufe, 1841 fünf Ausläufe und eine Badeanstalt. Das Wasser diente als Trinkwasser, zum Kornmahlen, zum Gerben von Häuten und für die Schiffe im Hafen. Der Straßenname Rua dos Pelames erinnert an die Gerbereien, die 1774 an der Quelle lagen. Die Quelle selbst liegt heute zwischen Pumpenhaus und Reservoir, und die Brunnen sind unter dem Gebäude.

Die Wasserträger verlieren

Vor den Rohren gab es aguadeiros, Wasserträger, die das Wasser der Quelle in der Stadt verkauften. Die Stadtverwaltung registrierte sie 1888 und 1892 und rief sie unter dem Kommando der Feuerwehr heraus, wenn es brannte. 1928 erhielt Ingenieur Manoel Alves da Costa den Auftrag. Sein Projekt vom Dezember 1929 bestand aus vier Teilen: der Wasserader der Quelle, einem Reservoir, einer Casa das Bombas und den Maschinen. Die Pumpen kosteten 29.400 Escudos, der Hochbehälter auf dem Hügel 90.612. 1934 kam die Verordnung, Hausbesitzer wurden verpflichtet, Rohre legen zu lassen, und die Stadtverwaltung warf den Wasserträgern "concorrência incompreensível e desleal" vor und belegte sie mit einer Steuer.

Typhus und Flusswasser

Reibungslos ging es nicht. Im Dezember 1935 beschwerte man sich über das Leitungswasser, vermutlich weil Flusswasser in die Brunnen sickerte, und 1939 war es immer noch schlecht. 1942 war die Qualität wieder gut, aber die Stadt hatte 11.000 Einwohner und förderte weniger Wasser, als sie verbrauchte. 1947 gab es Typhus in Tavira, mehrere Quellen und Brunnen waren verseucht, und am 10. Januar schloss die Stadtverwaltung sie. Erst da war Schluss mit dem Wasserholen per Eimer.

Zum Abriss verurteilt

1982 sah der Plan der Stadtverwaltung für den historischen Stadtkern vor, dass das Pumpenhaus verschwinden sollte, damit die Calçada de D. Ana den Fluss als Kulisse bekäme. Dazu kam es nicht. 1998 wurde Taviras Netz an die Talsperren Beliche und Odeleite angeschlossen, und 1999 wollte die Stadtverwaltung den Wasserturm auf dem Alto de Santa Maria abreißen. Bei der Volksabstimmung am 13. Juni 1999 stimmte die Stadt für seinen Erhalt. Der Turm wurde 2004 zur Camera Obscura, und das Pumpenhaus wurde 2002 zum Interpretationszentrum umgebaut; das Museum selbst datiert die Sanierung auf 2009.

Praktisches

Das Zentrum gehört zum Museu Municipal de Tavira; laut Rota da Dieta Mediterrânica ist es Dienstag bis Samstag 9.30-13 und 14-16.30 Uhr geöffnet. Achten Sie auf die Azulejo-Felder über Tür und Fenstern, sie sind intakt, und auf die Inschrift "CÂMARA MUNICIPAL" an der Ostfassade des Reservoirs. Gehen Sie danach hinauf zum Wasserturm bei der Igreja de Santa Maria, dann haben Sie beide Enden des Systems gesehen.

Research

Zeitleiste und Kontext

Zeitleiste

  • 13. Jahrhundert Die Fonte da Praça wird zum ersten Mal erwähnt.
  • 1726 Die Quelle hat warmes Wasser und vier Ausläufe; 1841 fünf Ausläufe und eine Badeanstalt.
  • 1774 Gerbereien an der Quelle; daher der Straßenname Pelames.
  • 1888-92 Die Stadtverwaltung registriert und reguliert die Wasserträger der Stadt.
  • 1917 Beschluss über eine Motorpumpe und einen Betonbehälter an der Quelle zur Gartenbewässerung.
  • 1928-29 Ingenieur Manoel Alves da Costa legt das Projekt im Dezember 1929 vor.
  • 1930-32 Pumpenhaus, Reservoir und Wasserturm werden gebaut; das Werk 1932 vollendet.
  • 1934 Wasserverordnung; Hausbesitzer müssen Rohre legen lassen; Steuer auf die Wasserträger.
  • 1935-39 Beschwerden über das Leitungswasser, vermutlich Flusswasser in den Brunnen.
  • 1947 Typhus in der Stadt; die alten Brunnen und Quellen werden am 10. Januar geschlossen.
  • 1982 Der Stadtplan sieht den Abriss des Pumpenhauses vor.
  • 1998 Tavira wird an die Talsperren Beliche und Odeleite angeschlossen.
  • 1999 Volksabstimmung am 13. Juni rettet den Wasserturm; 2002 wird das Pumpenhaus zum Interpretationszentrum umgebaut.

Warum die Station hier liegt

Man baute, wo das Wasser war. Die Fonte da Praça war siebenhundert Jahre lang die Quelle der Stadt, und als die Stadtverwaltung 1929 einen Ort wählen musste, um Wasser für die ganze Stadt zu fördern, lautete die Antwort derselbe Ort: zwei Brunnen hinunter in die Wasserader der Quelle und eine Pumpe, die das Wasser zum Hochbehälter auf dem Hügel hebt, damit es von selbst zu den Häusern hinunterlaufen konnte. Es ist eine bescheidene Idee, und erst 1998 kam Wasser von außen, aus den Talsperren.

Was geblieben ist

Das Gebäude ist Stahlbeton vom Anfang der 1930er Jahre, eklektisch und leicht modernistisch, mit einem Frontispiz über dem Mittelfeld und Azulejo-Paneelen im Casa-Portuguesa-Stil von Raul Lino. In den 1940er Jahren wurden der obere Teil des Reservoirs und die Mauer um das Pumpenhaus abgerissen. Im Maschinensaal stehen die beiden Motoren mit ihren Rohren und füllen den Raum ganz aus; die Südostwand besteht aus weißen Fliesen. Es steht nicht unter Denkmalschutz, und die DGPC führt es nicht auf ihrer Liste. Dennoch sieht man hier beide Enden eines kommunalen Wasserwerks aus der Zeit vor den großen Talsperren, das Pumpenhaus hier unten und den Turm oben auf dem Hügel.

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